Mutterkorn (Claviceps purpurea): Der Pilz hinter LSD

Steckbrief Wissenschaftlicher Name: Claviceps purpureaDeutscher Name: Mutterkorn, MutterkornpilzFamilie: ClavicipitaceaeOrdnung: HypocrealesWirtspflanzen: vor allem Roggen, außerdem zahlreiche andere Süßgräser und GetreideartenVerbreitung: vor allem gemäßigte Regionen Europas, Asiens und NordamerikasAuffälliges Merkmal: dunkle, hornförmige Sklerotien, die anstelle des Getreidekorns entstehenWichtige Inhaltsstoffe: Ergotalkaloide wie Ergotamin, Ergometrin, Ergocristin und verwandte VerbindungenHistorische Bedeutung: Ursache schwerer Vergiftungen, Arzneirohstoff und Ausgangspunkt bedeutender pharmazeutischer EntwicklungenPsychonautische Bedeutung: Die Chemie der Ergotalkaloide führte zur Erforschung der Lysergsäure… Continue reading Mutterkorn (Claviceps purpurea): Der Pilz hinter LSD

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Areca catechu: Die “Betelnuss” zwischen Alltagsdroge, Ritual und Pharmakologie

Wer auf Märkten in Teilen Indiens, Papua-Neuguineas oder Südostasiens unterwegs ist, begegnet ihr nicht unbedingt als exotischer Rarität. Eher als etwas Alltäglichem. Kleine Stücke eines harten Samens werden verkauft, daneben liegen grüne Blätter und Kalk. Menschen kauen die Mischung während der Arbeit, bei Gesprächen oder gesellschaftlichen Anlässen. Nach einiger Zeit färbt sich der Speichel charakteristisch… Continue reading Areca catechu: Die “Betelnuss” zwischen Alltagsdroge, Ritual und Pharmakologie

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Yohimbe: Die afrikanische Baumrinde hinter Yohimbin

Bekämpft Yohimbe als Tee oder Extrakt Müdigkeit und fördert die Durchblutung? Hinter der Rinde des west- und zentralafrikanischen Baumes steckt mit Yohimbin ein ungewöhnlich gut untersuchtes Alkaloid. Doch Yohimbe und Yohimbin sind nicht dasselbe. Eine Geschichte über bittere Baumrinde, Noradrenalin, Sexualität und eine Pflanze, deren Wirkung deutlich komplexer ist als ihr Ruf als “natürliches Aphrodisiakum”.… Continue reading Yohimbe: Die afrikanische Baumrinde hinter Yohimbin

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Cacao-Zeremonie: Theobromin, Ritual und die Geschichte von Theobroma cacao

Steckbrief Botanischer Name: Theobroma cacao L.Deutscher Name: KakaobaumFamilie: Malvengewächse (Malvaceae)Ursprung: tropisches Südamerika, insbesondere das AmazonasgebietHeute angebaut: tropische Regionen Mittel- und Südamerikas, Westafrikas und AsiensVerwendete Pflanzenteile: vor allem die Samen, die sogenannten KakaobohnenWichtige Inhaltsstoffe: Theobromin, Koffein, Flavanole und weitere Polyphenole, KakaobutterCharakter: aromatische Nutz- und Kulturpflanze mit pharmakologisch aktiven MethylxanthinenTraditionelle Bedeutung: Nahrungs- und Genussmittel, Handelsgut sowie Bestandteil sozialer, religiöser und zeremonieller PraktikenHeutige Verwendung: Kakao, Schokolade, Kakaomasse, Getränke sowie… Continue reading Cacao-Zeremonie: Theobromin, Ritual und die Geschichte von Theobroma cacao

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Kokablätter (Erythroxylum coca): Die ursprüngliche Kaupflanze der Anden, Jahrtausende vor dem Kokain-Verbot

Steckbrief Wissenschaftlicher Name: Erythroxylum coca Lam.Familie: ErythroxylaceaeGattung: ErythroxylumVerwandte Kulturart: Erythroxylum novogranatenseHerkunft: tropisches Südamerika, besonders Andenregion und westliches AmazonasgebietWuchsform: immergrüner StrauchVerwendeter Pflanzenteil: vor allem die BlätterTraditionelle Verwendung: Kauen der Blätter, Aufgüsse, soziale und rituelle Verwendung, traditionelle MedizinWichtige Inhaltsstoffe: Tropanalkaloide, darunter Kokain und Cinnamoylcocaine; außerdem weitere Alkaloide und sekundäre PflanzenstoffeCharakter der traditionellen Wirkung: mild stimulierend, wachheitsfördernd; traditionell unter anderem gegen Müdigkeit, Hunger und Beschwerden in großer Höhe verwendetBesonderheit: archäologische… Continue reading Kokablätter (Erythroxylum coca): Die ursprüngliche Kaupflanze der Anden, Jahrtausende vor dem Kokain-Verbot

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Magnolol: Der aktuelle TCM-Hit für Entspannung. Aber was genau steckt in der Rinde der Magnolie?

Steckbrief Botanischer Name: Magnolia officinalis Rehder & E.H.WilsonFamilie: Magnoliengewächse (Magnoliaceae)Deutscher Name: Arznei-Magnolie, Medizinische MagnolieChinesischer Name: Houpo / Houpu (厚朴)Verbreitung: ursprünglich China, heute vor allem kultiviertVerwendete Pflanzenteile: Rinde von Stamm, Ästen und WurzelnWichtige Inhaltsstoffe: Magnolol, Honokiol, 4-O-Methylhonokiol, Alkaloide und ätherisches ÖlStoffklasse von Magnolol und Honokiol: NeolignaneTraditionelle Verwendung: Bestandteil der chinesischen Arzneimittellehre, insbesondere in Rezepturen bei Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Husten und nach traditionellem Verständnis bei stagnierendem Qi… Continue reading Magnolol: Der aktuelle TCM-Hit für Entspannung. Aber was genau steckt in der Rinde der Magnolie?

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Samtbohne (Mucuna pruriens): Die Geheimwaffe der Nootropic-Szene?

Steckbrief Wissenschaftlicher Name: Mucuna pruriens (L.) DC.Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)Deutsche Namen: Samtbohne, JuckbohneEnglische Namen: Velvet bean, Cowhage, CowitchTraditionelle Namen: unter anderem Kapikacchu und AtmaguptaHerkunft: tropische Regionen Afrikas und Asiens; heute auch in anderen tropischen Gebieten verbreitetWuchsform: kräftige tropische Kletterpflanze; je nach Form einjährig bis mehrjährigVerwendete Pflanzenteile: vor allem die Samen; traditionell werden auch andere Pflanzenteile genutztWichtige Inhaltsstoffe: vor allem L-Dopa (Levodopa), daneben verschiedene phenolische Verbindungen, Flavonoide,… Continue reading Samtbohne (Mucuna pruriens): Die Geheimwaffe der Nootropic-Szene?

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Passionsblume (Passiflora incarnata): Die treue Begleiterin des Baldrians kann auch solo überzeugen

Steckbrief Deutscher Name: Passionsblume, Fleischfarbene PassionsblumeWissenschaftlicher Name: Passiflora incarnata L.Familie: Passionsblumengewächse (Passifloraceae)Herkunft: östliches und zentrales Nordamerika sowie BermudaWuchsform: ausdauernde, rankende KletterpflanzeVerwendete Pflanzenteile: vor allem getrocknete oberirdische Pflanzenteile (Passionsblumenkraut); die Früchte sind ebenfalls essbarWichtige Inhaltsstoffe: insbesondere C-Glykosylflavonoide wie Vitexin, Isovitexin, Orientin, Isoorientin, Schaftosid und IsoschaftosidTraditionelle Verwendung: bei leichter nervöser Anspannung, Unruhe und zur Unterstützung des SchlafesAktuelle Forschung: GABAerges System, Angst und Stress, Schlaf sowie mögliche Interaktionen… Continue reading Passionsblume (Passiflora incarnata): Die treue Begleiterin des Baldrians kann auch solo überzeugen

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Rosenwurz (Rhodiola rosea): Der “Gegenpol” zu Ashwagandha

Steckbrief Wissenschaftlicher Name: Rhodiola rosea L.Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)Weitere Namen: Rosenwurz, Rosenroot, Golden Root, Arctic RootVerbreitung: Kühle, subarktische und alpine Regionen der Nordhalbkugel, darunter Skandinavien, die Alpen, Russland, Zentral- und Ostasien sowie NordamerikaVerwendete Pflanzenteile: Rhizom und WurzelnCharakteristische Inhaltsstoffe: Rosavin, Rosin, Rosarin, Salidrosid (Rhodiolosid), Tyrosol sowie verschiedene Flavonoide und PhenolverbindungenTraditionelle Verwendung: Vor allem bei Müdigkeit, Schwäche, Erschöpfung und körperlicher BelastungHeute erforscht für: Stressbedingte Müdigkeit, mentale und… Continue reading Rosenwurz (Rhodiola rosea): Der “Gegenpol” zu Ashwagandha

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Baldrian (Valeriana officinalis): Der absolute Klassiker für Schlaf und Beruhigung

Steckbrief Botanischer Name: Valeriana officinalis L.Deutscher Name: Echter Baldrian, Arznei-BaldrianFamilie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)Verbreitung: Europa bis Westasien, heute auch in anderen gemäßigten Regionen verbreitetVerwendeter Pflanzenteil: vor allem Wurzelstock, Wurzeln und unterirdische AusläuferWichtige Inhaltsstoffe: Valerensäure und verwandte Sesquiterpene, ätherisches Öl, Valepotriate, Lignane und FlavonoideTraditionelle Verwendung: bei Unruhe, nervöser Anspannung und SchlafproblemenForschungsschwerpunkte: Schlafqualität, GABA-A-Rezeptoren, Valerensäure, Angst und StressBesonderheit: eine der bekanntesten europäischen Arzneipflanzen überhaupt Es gibt Pflanzen, deren Ruf… Continue reading Baldrian (Valeriana officinalis): Der absolute Klassiker für Schlaf und Beruhigung

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