Brahmi (Bacopa monnieri)

Steckbrief Brahmi

Namen: Brahmi, Bacopa monierri, kleines Fettblatt, Wasserysop
Herkunft / Verbreitung: Tropisches und südliches Afrika, Madagaskar, tropisches Asien, China, Taiwan, Vietnam, Australien, Mittel- und in Südamerika, Mexiko und südliche Vereinigten Staaten. Oft im Schlamm am Rande von stehendem Wasser zu finden.
Zubereitung und Dosierung: Als frisches Kraut in Speisen, getrocknet als Tee, Pulver, Ölauszug und als Konzentrat in Kapselform. Auch als Zusatz von bspw. Haarpflegeprodukten.
Ein gehäufter Teelöffel kommt auf einen Liter heißes Wasser und wird 10 Minuten ziehen gelassen.
Wirkung: Wirkt sich positiv auf kognitive Leistungen insbesondere Gedächtnisleistungen aus. Stress und Angstlösend.
Inhaltsstoffe: Brahmin, Herpestin, Nicotin, Monierin, Steroide, Bacosid A und B, Flavonoide wie Luteolin, Apigenin, Quercetin

Ein kleiner Einblick

Wieder einmal ein Wunderkraut. Und wieder einmal dürfe wir uns verbeugen vor dem altertümlichen botanischen Wissen des ferne Orients. Seit über 3000 Jahren hat das kleine Fettblatt Tradition in der Heilpraktik des Ayurveda und nach und nach werden seine Wunderkräfte auch durch die moderne westliche Forschung nachgewiesen.
Brahmi (der indische Name) wächst in tropischen Feuchtgebieten und Sümpfen auf der ganzen Welt. Beheimatet ist die Pflanze aber vor allem in Süd- und Südostasien, unter anderem in Vietnam und Indien. Doch durch ihr gestiegenes Interesse wird sie auch immer häufiger kultiviert. Spanien und Portugal sind hier Vorreiter.
In der ayurvedischen Medizin wird Brahmi vor allem zur Intelligenzsteigerung sowie zur allgemeinen Verbesserung von Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis verwendet. Tatsächlich konnten wissenschaftliche Studien nachweisen, dass Brahmi einen signifikanten Einfluss auf das Lernvermögen ausübt und Demenz aktiv entgegenwirken kann. Verantwortlich sind hierfür vermutlich die enthaltenden Saponine Bacosid A und Bacosid B. Die Ergebnisse zeigten positive Veränderungen in der Lernbereitschaft sowie in der Beschleunigung der Informationsverarbeitung sowie in der Verminderung von Ängsten.
Auch als potentielles Anti-Demenz Mittel ist es hoch interessant. Die zahlreichen Antioxidantien wäre hier in Kombination mit de schon genannte Saponine die Hauptwirkstoffe.
Auch in Verbindung mit ADHS wird Brahmi fleißig erforscht. Studie haben gezeigt, dass sich die Symptome (Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten) stark verbesserten nachdem ein halbes Jahr regelmäßig Brahmi konsumiert wurde.

Brahmi als Kunkurrenz für Ritalin?

Auch gegen Herzprobleme, Stress und Angststörungen kann Brahmi eingesetzt werden.
Ein echtes Allroundmittel. So ist sei Einsatz als Kosmetika auch nicht weiter verwunderlich, die antioxidative Wirkung kommt nämlich auch den Haare zugute. Die Haarwurzel wird gestärkt und angeblich sogar Haarausfall vorgebeugt.

Konsum und Dosierung

Dieses Heilkraut kann in den unterschiedlichsten Darreichungsformen konsumiert werden. Im Handel kann man Brahmi Tee, Brahmi Pulver, Brahmi Öl sowie Kapseln und Tabletten. Etwas außergewöhnlichere Produkte sind Brahmi Seife und die sogenannte Brahmi Butter (Pirami Ney). Natürlich kann man Bacopa monnieri auch als frisches Kraut im täglichen Speiseplan integrieren.

Die üblichste Konsumform ist wohl als Tee, doch hier ist Vorsicht geboten, denn in einigen „Brahmi“ Teemischungen findet sich Centella asiatica (Indischer Wassernabel) anstatt Bacopa monnieri. Aber macht euch euren Brahmi Tee doch einfach selbst, indem ihr einen gehäufte Teelöffel mit einem Liter heißem Wasser übergießt und 10 Minuten ziehen lässt.
Wollt ihr Brahmi regelmäßig konsumieren solltet ihr nicht mehr als 2-3 Tassen täglich zu euch nehmen. Die toxische Dosis von 300mg könnte ansonsten erreicht werden. Es könnten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall auftreten, da die enthaltenen Alkaloide konzentrationsabhängig wirken . Schwangere und Kinder sollten ganz auf Brahmi verzichten!



Auch Brahmi Extrakte sind sehr beliebt und werde in Kapselform gehandelt.. Es gibt auch Präparate, die aus 50% Extrakt und aus 50% des Brahmi Krauts bestehen. Auch bei de Extrakte sollte man die Inhaltsangabe genau checken! Eine Brahmi-Kur unter Verwendung eines Extraktes sollte nicht länger als 6-8 Wochen durchgeführt werden. Die tägliche Menge zum Einnehmen sollte, aufgrund der toxischen Wirkung, 300 mg nicht überschreiten.

Wie oben bereits erwähnt kann Brahmi auch als Haarpflegeprodukt zum Einsatz kommen. Spezielle Öle zur Haarpflege lassen sich in spezialisierten Shops oder bei den großen Versandhändlern finden. Brahmi soll sich dabei positiv auf das Haarwachstum auswirken und das Haar nachhaltig kräftigen.

Eine wohltuende Mischung für die Haare lässt sich aber auch ganz einfach selbst anfertigen. Dafür könnt ihr die folgende Anleitung nutzen:


8 Esslöffel Brahmi Pulver
3 Esslöffel Alma Pulver
1 Tasse Henna-Pulver
Wasser
Kokos Öl
Die Zutaten zu einer Paste mischen und mit etwas Oliven- oder Kokosöl verfeinern. Die Masse kann nun in die Haare einmassiert werden und sollte für ca. 30 Minuten einwirken. Danach werden die Haare mit lauwarmen Wasser gut ausgespült. Einmal pro Woche kann die Brahmi Paste dann verwendet werden.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Bacoside sind der Hauptwirkstoff in Brahmi und der Anteil an ihnen sollte nicht unter 20% fallen um eine gute Wirksamkeit zu gewährleisten.

Bacoside

Außerdem berichten viele Studien, dass Brahmi den Wert angstlösender Stoffe wie Glutathion, Superoxiddismutase, und Katalase, anhebt. Bei Nagetieren konnte eine Schutzwirkung gegen Gehirnvergiftungen beobachtet werden, indem es den oxidativen Stress reduzierte.
Weiters soll es de Serotonin spiegel anhebe können, was die angstlösende Wirkung erklären könnte. Bei Versuchen mit epileptischen Tieren wurde beispielsweise eine Veränderung der Serotonin-Rezeptoren festgestellt.

Die Wirkmechanismen dieser Reaktionen sind jedoch noch nicht aufgeklärt und Bestandteil aktueller Forschung.


Viel Freude mit dem ayurvedischen Wundermittel!


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