Noni (Morinda Critiflora)

Steckbrief Noni

Namen: Noni, Morinda Critiflora, Ach, Achi, morinda, ach, achi, awltree, bengkudu, bo-aal, caribe te, dilo-K, hag apple, hog apple, ice leaf, Indische Maulbeere
Herkunft: Asien, Australien, Polynesische Inseln
Konsum und Dosierung: Saft der Früchte, 30 bis 500ml am Tag. Getrocknete Früchte. Extrakt als Kapsel.
Inhaltsstoffe: Xeronine, Xamnacanthal, Morindone, Morindin.

Ein kleiner Einblick

Polynesische Heiler haben die Morinda Pflanze seit tausenden Jahren zu Heilzwecken angewandt. Bekannter ist sie unter ihrem hawaianischen Namen Noni. Die Früchte riechen stark und unangenehm nach Buttersäure (Also nach ranzigem Käse). Trotzdem wurde ihr Saft angewandt um die verschiedeensten Leiden zu bekämpfen. So zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck, Arthritis, virale und bakterielle Infektionen.

Die Früchte riechen nach ranzigem Käse…

Auch die übrigen Teile der Pflanze wurden in der traditionellen Samoischen Medizin angewandt, so zum Beispiel die Baumrinde gegen Husten und Durchfall oder die getrockneten Blätter als Wundaufschlag und gegen Infektionen.
Der Saft der Früchte enthält verschiedene Vitamine und Spurenelemente, so die Vitamine C, E und Folsäure, sowie die Spurenelemente Kalzium, Kalium und Magnesium.

Dosierung und Konsum

Konsumiert wird Noni als ausgepresster Saft, Extrakt oder auch als getrocknete Frucht.

getrocknete Noni Früchte

Für den Saft gilt maximal 500ml am Tag und bei den Extrakten, die meist in Kapselform gehandelt werden, sollten die Hauptwirkstoffe nicht über 500mg konzentriert sein.

Auch als Kapsel erhältlich

Wer die getrockneten Beeren einfach essen möchte, kann mit einer Handvoll pro Tag als Dosis beginnen.
Vorsichtig müssen Menschen mit einem Nierenleiden sein, denn die hohe Kaliumkonzentration kann hier zu Problemen führen.

Inhaltsstoffe

In etwa 160 verschiedene bioaktive Stoffe wurden bisher in den Noni Früchten identifiziert. Vor allem phenolische Verbindungen, organische Säuren und Alkaloide. Die wichtigsten sind hier wohl Damnacanthal, Morindone, Morindin, Aucubin, Asperuloside, und Scopoletin, während das wichtigste Alkaloid Xeronin ist.
Damnacanthal hat die Eigenschaft das Enzym Tyrosinkinase zu blockieren was für die Krebsfroschung interessant ist, da in Tumorzellen Tyrosinkinasen oft überaktiv arbeiten.

Damnacanthal

Moridon wird antovirale antimutagene Eigenschaften nachgesagt. Auch dieses Molekül wird derzeit noch erforscht.

Moridon

Xeronin steht im Verdacht sich mit Proteinen zu verbinden und damit ihre Funktionalität zu erhöhen. Dazu wird allerdings noch geforscht.

Xeronin

Viel Vergnügen mit der indischen Maulbeere

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