Reishi (Ganoderma lucidum)

Steckbrief Reishi

Namen: Reishi in Japan, Ling Zi in China, Glänzender Lackporling im europäischen Raum.
Herkunft : Weltweit verbreitet. In China und Japan seit über tausenden Jahren bekannt (schriftliche Erstbeschreibung 300 v. Chr. China)
Zubereitung und Konsum: Der Pilz wird getrocknet und geschnitten oder zu Pulver verarbeitet, das als Tee oder in andere Getränke gemischt konsumiert wird. Im Handel oft als Kapsel oder Extrakt.
Wirkstoffe: Die Wirkstoffe des Reishi sind im großen Maße unbekannt und Gegenstand aktueller Forschung. Vor allem bestimmte Polysaccaride und Triterpene und veschiedene organische Säuren sind hier im Visier der Wissenschaft.

Ein kleiner Einblick…

Viel besungen und sagenumwogen ist der Reishi, oder Ling Zi wie er in China heißt, wohl weltweit der bekannteste und am meisten konsumierte Vertreter unter den Heilpilzen.
In der Traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrtausenden eingesetzt, endecken auch in unseren Breiten immer mehr Menschen dieses Allround-Wundermittel. Und zwar nicht nur experimetierfreudige Pilz und Kräuterliebhaber, wohlgemerkt: Zahlreiche Studien existieren zu seiner Wirkung auf das menschliche Immunsystem, sein potentieller Einsatz in der Tumor und Krebstherapie wird in den letzten Jahren intensiv getestet.

Doch zunächst einiges zu seiner Herkunft und mystischen Geschichte:
Erstmals schriftlich erwähnt wird der „göttliche Pilz der Unsterblichkeit“, wie er, im Land der Mitte, im Volksmund heißt, im Shen Nong Ben Cao Jing der ältesten schriftlichen Sammlung über Heilpflanzen und Ackerbau die existiert. Unter den knapp 400 vorgestellten medizinischen Substanzen wird der Reishi als allerhöchste Heilsubstanz klassifiziert. Langanhaltender Konsum sollte das Leben verlängern, den Geist friedvoll stimmen, sowie Mut und Willenskraft fördern.
Seine Seltenheit trug wohl noch zu seiner Mystifizerung bei, das Finden eines Reishi Pilzes galt als Omen des Glücks, die Pilze wurden im alten Japan mit Gold aufgewogen und waren lange Zeit den Kaisern und Äbten der Klöster vorbehalten. Nach wie vor wird der Reishi in Ostasien nicht nur als wichtigster Heilpilz, sondern überhaupt als König aller Heilpilze eingestuft.

Eine kaiserlich Portion Pilz

Der Reishi ist weltweit verbreitet, und wächst auf verschiedenen Laubbäumen, am liebsten auf Eichen.
Geduldige Sammler können ihn auch in den Wäldern Europas finden, auch im deutschsprachigen Raum, wusste man von seiner Heilkraft. Als „glänzeder Lackporling“ taucht er sogar in den Schriften der Hildegard von Bingen auf.

Ein seltener Fund


Sind die Chinesen und Japaner zwar Pioniere in der Pilzzucht (Shitaake werden seit über 2000 Jahre kultiviert), wurde dennoch erst in den 1970 ein Verfahren für den Anbau des Reishipilz entwickelt. Seitdem wird er im großen Stil kultiviert und weltweit gehandelt, wodurch seine Bekanntheit auch im Westen schnell wuchs. Führend in der Produktion sind erwartungsgemäß China und Japan.

Reishi Farm auf Sägemehlsubstrat.

Im Gegensatz zu anderen Heil und Vitalpilzen ist der Reishi, als Speisepilz unbrauchbar, zu hart seine Konsistenz, zu bitter sein Geschmack. Dass er dennoch diese immense Popularität erlangte, spricht für seine Heilkraft. Doch für was wird er denn nun genau eingesetzt?

Um diesen Artikel nicht zu sprengen seien hier nur ein Bruchteil der Krankheiten und Leiden angeführt, die der Reishi heilen oder bessern soll:
Chronische Hepatitis, Krebs, Astma, Magengeschwüre, Schlaflosigkeit, Entzündungen aller Art, Nierenerkrankungen, And the List goes on…

Erst kürzlich wurde durch einen glücklichen Zufall eine neue Anwednung entdeckt: Richard Weixler der sich in Südaerika gegen die Abholzung des Regenwaldes einsetzt, führte den Reishi ursprünglich als Mittel gegen Tuberkulose und Hepatitis Mittel mit sich.
Er konnte damit allerdings auch das in seinem Camp ausgebrochene Dengue Fieber heilen. Das Dengue Fieber, vielleicht einigen Indien oder Südameria Reisenden bekannt, wird durch Moskitobisse übertragen.
Das Virus verursacht starke Fieberschübe die schnell 40 Grad übersteigen können. Vor allem Kinder erliegen diesen Fieberschüben oft. Ein halber Teelöffel Reishipilz täglich, reichte aus um das Fieber zu senken.

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Eine portugisische Forschungsgruppe rund um Russel Patterson (Institute of Biochemistry in Minho, Portugal), konnte 2006 eine Vielzahl an bioaktiven Substanzen des Reishipilz identifizieren und auch im Groben deren Wirkmechanismus nachvollziehen.
Eine Gruppe von Polysaccariden (Also lange Ketten verschiedener Zuckermoleküle) wirkt als Radikalfänger und damit antooxidativ. Da der Prozess des alterns, von freien Sauerstoffradikalen bestimmt wird, die die DNA angreifen wird der Name „Pilz der Unsterblichkeit“ einleuchtend. Zusätzlich zu dieser Anti-ageing Wrírkung regen diese Polysaccaride auch das Immunsysthem an sogenannte Zytokine zu produzieren. Diese Zytokine sind Proteine, die das Wachstum von Zellen beeinflussen und so direkt das Wachstum von Tumor und Krebszellen unterdrücken können.


Vor allem α-1,3, β-1,3 and β-1,6-D-glucane wurden gefunden:

Beispiel für ein β -Glucan, die β -Bindungen sind hervorgehoben.

Verschiedene Triterpene (hauptsächlich Lanostan) wiederrum wirken antibakteriell und antiviral und somit gegen die Meisten uns bekannten Krankheiten.



Lanostan

Zubereitung und Dosierung:

Der junge Pilz kann auch frisch konsumiert werden, allerdings ist es üblicher die Pilze in kleinen Streifen an der Luft oder im Dörrapperat zu trocknen und anschließend zu pulverisieren. Hierbei ist zu beachten, dass der Pilz komplett durchgetrocknet ist, da ansonsten das Pulver verderben kann. Das Pulver wird oft as Kapseln gehandelt, man findet auch „Reishi-Extrakt“ das mittels verschiedener Methoden, die oftmals Betriebsgeheimnis bleiben hergestellt wird.
Da ein großteil der Wirkstoffe nach wie vor unbekannt sind und möglicherweise beim Extrahieren verloren gehen, empfehlen wir den Konsum des Pulvers.

Konsumieren könnt ihr das Pulver als Tee, wobei auch hier durch die Hitze potentiell einige Goodies zerstört werden. Die Empfehlung ist also: Ein halber Teelöffel in den Smoothie, Shake, Fruchtsaft eures Belieben gemischt.
Die beste Wirkung entfaltet sich bei regelmäßigen Konsum, ihr könnt es aber auch gezielt bei Krankheit oder Schwäche einnehmen um euch zu revitalisieren.
Viel Vergnügen mit dem heiligen Pilz!

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